| << Zurück< |
2007 - Der vollkommene Staat |
Das selbst geschriebene Stück der PaThália junior entspricht den Voraussetzungen des 11. Internationalen Schiller-Gesprächen in Wien-Perchtoldsdorf, indem sie ins Zentrum ihrer Inszenierung den folgenden Satz des deutschen Klassikers gestellt haben:
„Der Staat kann nur so vollkommen sein wie sein Bürger, der ihn trägt.”
In der hauptsächlich aus bewegungstheatralischen Elementen bestehenden Darbietung werden verschiedene Staatsmodelle von einem Kapellmeister vorgestellt.
Zuerst Legoland, dessen König ein leidenschaftlicher Spieler ist und sich weiter amüsiert, selbst wenn er von seinem Ratgeber – mit Sätzen aus Friedrich Dürrenmatts Romulus der Große – auf die innere und äußere Gefahr aufmerksam gemacht wird.
Als zweites lernt der Zuschauer Streitland kennen, dessen Bürger nicht einmal in den einfachsten Sachen des Lebens einverstanden sein können, so wird ihr Staat schnell anarchistisch.
Das dritte Land heißt Marionettenland, dessen Herrscher seine Untertanen mal zu Schlägereien, mal zu Umarmungen bewegt. Die hier erschienene Frau in Rot symbolisiert den Krieg und sie bringt die unselbständigen Bürger der drei vorgestellten Länder zu einem wirren, gehetzten Kriegsmarschieren.
Die Lösung des Stückes ist die Darstellung des idealen Zustands nach Friedrich Schiller: die zum Selbstbewußtsein erwachten Bürger stellen sich neben den Kapellmeister auf dem Podest und - alle Schwächen und Stärken ihres Daseins erkennend – verkünden sie ihr gemeinsames Bekenntnis: „Wir sind Menschen.”
Besetzung:
Kapellmesiterin - Klára Hangyál
Königin von Legoland - Anikó Bodnár
Ratgeberin der Königin von Legoland - Cecília Fenyvesi
Bürger des Streitlandes - Kata Halmos, Bianka Kornokovits, Réka Kovács
Königin des Marionettenlandes - Alexandra Speier
Bürger des Marionettenlandes - Nikolett Gáspár, Tímea Korom
Frau in Rot (der Krieg) - Vivienn Varga, Edina Molnár
Beleuchtung, Ton - Miklós Balog
Spielleitung - Edina Molnár- Miklós Balog- Mihály Izing